April 26, 2010 1

Shutter Island

Von in Meinung

Shutter Island - Leonardo DiCaprio

Gleich vorneweg: Shutter Island gehört für mich zu den besten Releases der letzten Jahre! Und zwar mehr oder weniger Genreübergreifend.

Zur Story an und für sich kann eigentlich nicht viel geschrieben werden. Im Prinzip startet der Film relativ banal. Wir schreiben das Jahr 1954, die beiden Polizisten Teddy (Leonardo DiCaprio) und Chuck (Mark Ruffalo) machen sich auf den Weg, um eine hochsichere, bewachte Klinik für geisteskranke Schwerverbrecher zu untersuchen, wo man seit kurzem eine Patientin vermisst. Diese, so scheint es auf jeden Fall, scheint sich wortwörtlich in Luft aufgelöst zu haben.

Dass Teddy selbst psychisch durchaus vorbelastet ist, merkt man relativ schnell: von den Gräueln des zweiten Weltkriegs geplagt, sind bei ihm Stimmungsschwankungen und Albträume allgegenwärtig.

Bis hier hin läuft eigentlich alles nach einem gewohnten Thrillerschema mit einer ordentlichen Portion Detektivstory. Doch das ist nur der Anfang!

Die Ereignisse überschlagen sich nach und nach. Ein Katz- und Mausspiel beginnt zwischen Teddy und Dr Crawley (Ben Kingsley), dem Leiter der Anstalt; immer skurilere Personen tauchen auf, die Lage scheint zu eskalieren. Man weiss plötzlich nicht mehr, wer hier eigentlich wen an der Nase herumführt. Auf alle Fälle scheint die Insel und vor allem deren Administration gewaltigen Dreck am Stecken zu haben.

Was am Schluss in einem fulminanten Ende gipfelt ist für mich persönlich der Inbegriff eines guten Films, der hängen bleibt: man diskutiert und grübelt nachher noch Stunden über den Film! Viele Fragen bleiben offen, der Zuschauer bleibt clever in einer Situation gefangen, die ihn dazu zwingen, sich sein eigenes Bild zu machen. Trotz der vielen Storytwists bleibt aber der Film trotz allem überschaubar.

Am allermeisten profitiert Shutter Island von den hervorragenden Schauspielern. DiCaprio’s Rolle passt perfekt zu ihm, Ben Kinglsey spielt einmal mehr den dubiosen, zuvorkommenden Typen, der halt doch irgendwo ein paar Leichen vergraben hat. Überrascht hat Ruffalo, ein frisches Gesicht, hat Potential! Scorsese schafft es, die düstere, bedrückende Stimmung genial in Szene zu setzen, die aussichtslose Situation auf der isolierten Insel tragen dazu bei, dass der Film immer seine beklemmende Art beizubehalten vermag. Die Parallelen zu Hitchcock tun der Story gut, obwohl einige böse Zungen etwas Anderes behaupten.

Vielleicht noch eine kleine Bemerkung am Rande: nicht vom Trailer täuschen lassen!

Meine Empfehlung: Unbedingt anschauen!
(5/5)

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ein Kommentar zu “Shutter Island”

  1. Nischi sagt:

    Muss ich nur zustimmen, der Film war einfach genial. Würde sogar sagen, der beste in den letzten paar Jahren.
    Wobei Gran Torino mit Clint Eastwood genau so gut war.

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