September 8, 2010 0

Kurzfilm – Stand der Dinge

Von in Cinemaniac, Off Topic

Mittlerweile sind es 6 lange Nächte, die wir abgedreht haben. 6 Bänder sind rappelvoll mit Material und wir sehen langsam ein Licht am Ende des Tunnels.

Nun, wo soll ich anfangen? Vielleicht damit, dass die Arbeit am Film nach wie vor unheimlich viel Spass macht! Gut, wir hatten unsere nervenstrapazierenden Momente, es ging nicht immer alles gleich so, wie wir es wollten, aber im grossen und ganzen sind wir noch immer mit viel Herzblut und Enthusiasmus dabei.

Nebst den Autoszenen haben wir nun auch unseren Protagonisten eingespannt, der seinen Job wirklich phänomenal macht und sich wahrlich aufopfert und unglaublich viel Energie und Zeit mit uns ins Projekt steckt. An dieser Stelle vielleicht mal ein kleines Dankeschön an Manuel!

Ansonsten hatten wir mit ein paar kleineren Problemchen zu kämpfen, wie zum Beispiel brennenden Bremsscheiben, Nebendarsteller, die kurzfristig abgesagt haben, teilweise Regenwetter, dem Zeitdruck der schwindenden Nacht und einigen kleineren Lapalien. Doch, Heureka, wir haben alles soweit im Griff!

Was spannend ist, das ist die Tatsache, dass die Sache für uns alle in gewisser Weise eine Premiere ist. Wir haben sowas noch nie gemacht und lernen nach und nach alle Vor- und Nachteile vom Filmemachen kennen.

Und Action!

Am meisten Action kam dabei wohl bei den Actionszenen auf (hach, was für ein kreativer Satz!). So haben wir beispielsweise unser 2,5 Tonnen schweres Amischiff mit 60 Sachen einen Abhang runterbrettern lassen, haben mit einer Shotgun rumgeballert (Platzpatronen, wohlgemerkt) und meinereiner wurde mit Blutpackungen beklebt und ordentlich durch die imaginäre Schrotsalve zerfetzt. Ich habe das Material noch nicht gesehen, bin aber extrem gespannt, wie mein Filmtod über die Bühne ging.

Positive Dämpfer

Trotz allem möchte ich noch kurz die negativen Aspekte niederschreiben, die mir persönlich aufgefallen sind…

Nun, die Sache ist extrem zeitintensiv, zudem ist der Dreh in der Nacht dunkel, kalt und nass. Das drückt teilweise schon ein wenig aufs Gemüt, vor allem wenn dann noch die Müdigkeit einsetzt. Wenn dann noch eine Diskussion entsteht, wo und wie man das Licht aufstellen soll, da verdrehts einem halt schon hin und wieder die Augen.

Wir haben merken müssen, dass es schlichtweg eine Person braucht, die das letzte Wort hat. Tadaa: der Regisseur! Diese klare Rolle haben wir im Prinzip nicht wirklich verteilt, merken aber mittlerweile, dass dies unabdingbar ist.

Es ist wirklich unglaublich über was für Käse man teilweise locker eine geschlagene Stunde diskutieren kann.

Allerdings sehe ich das nicht als negativ an. Es gehört einfach zum ganz normalen Lernprozess! Nur aus Fehlern lernt man und wird besser… diese Leier hat aber hoffentlich jeder vernünftige Mensch begriffen, daher gehe ich nicht weiter darauf ein.

Ich bin nun gespannt auf die letzten zwei Drehtage, die an den kommenden Wochenenden stattfinden werden. Das Gröbste haben wir hinter uns, von daher wird es wohl nicht mehr all zu arg werden.

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