Wer meinen Blog ein wenig verfolgt, dem dürfte aufgefallen sein, dass ich bis jetzt fast ausschliesslich gute Filme vorgestellt habe. Aber da wir ja nicht im Schlaraffenland, sondern in der bitteren Realität leben, in welcher nach wie vor katastrophale Schundfilme aus der Traumfabrik über uns rollen, möchte ich es mir nicht lassen, halt eben auch mal über einen solchen zu berichten.
Es gibt meiner Ansicht nach exakt zwei Filme von und mit Adam Sandler, die lustig sind: Happy Gilmore und Waterboy. Aber auch nur irgendwie darum, weil sie so strunzdumm sind und daher ein wenig Charme aussprühen. Der gesamte, ja, ich übertreibe nicht, Rest, ist eine Zumutung und gehört eigentlich wegen Schlechtheit auf den Index gesetzt! Kindsköpfe macht da leider keine Ausnahme.
Warum zum Geier ich Kindsköpfe gesehen habe, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Da war vielleicht der Gruppenzwang, eventuell war ich auch in einer geistigen Umnachtung gefangen, hatte einen Sodomieanfall und wollte mich selbst bestrafen… ich weiss es schlicht und einfach nicht!
Was passiert? Lenny, Eric, Kurt, Marcus und Rob, allesamt Freunde seit kleinauf, erfahren vom Tod ihres ehemaligen Basketballtrainers (alleine schon, dass im Maincast nur ein Schwarzer dabei ist und die Typen Basketball spielen… unglaublich!) und treffen sich auf dessen Beerdigung wieder. Anschliessend fahren Kind und Kegel zu einem alten Landhaus am See, wo man sich auch früher schon getroffen hat. Tja, dort kommts dann soweit, dass die fünf gestandenen Männer ihr inneres Kind wieder entdecken und nebenbei auch noch Be- und Erziehungsprobleme lösen. Ja doch, das wärs im Groben.
Vom Cast her kann ich eigentlich nicht reklamieren. Von David Spade, Rob Schneider und Kevin James halte ich eigentlich ziemlich viel… Chris Rock und eben, der Oberkomiker schlechthin, Adam Sandler, können mir gestohlen bleiben. Wichtig zu erwähnen wäre vielleicht noch Salma Hayek und Madison Riley… allerdings nur darum, weil die beiden Damen heiss sind!
Wo soll ich anfangen? Am besten vielleicht, was gut ist: Salma Hayek und Madison Riley sind heiss! Hach, ich kanns nicht oft genug erwähnen.
Und was ist schlecht? Eigentlich der ganze Rest! da geht einfach gar nichts! Die Witze sind nicht lustig, die Story ist lahm ohne Ende, der Stereotypschleim quillt förmlich durch die Leinwand und der Soundtrack ist zum Kotzen. Beim ersten Punkt habe ich übrigens am meisten Mühe. Bei einer Komödie will ich lachen, ich will mich amüsieren! Was kriegt man geboten? Furzende Big-Mamas, ein bisschen Fäkalhumor hier, ein wenig Vater-Sohn-Gags dort, ein wenig angedeutete Erotik und ein paar urplatte Witzchen, damit auch der bekloppteste Zuschauer im Kinosaal was zu kichern hat.
Also nebst dem, dass der Film keine Sekunde lang auch nur ansatzweise komisch ist, ist die Story auch noch so was von unter aller Sau, dass man eigentlich entweder das Kino in einem wütenden Mob verlassen oder Adam Sandler anklagen sollte. Es passiert im Prinzip nichts… man schaut den Protagonisten zu, wie sie ihre Probleme lösen und ihre verzogenen Rotzlöffel in den Griff kriegen. Was völlig auf der Strecke bleibt, ist das Kindsköpfe-Thema. Ich hätte erwartet, dass die Jungs wenigstens so richtig auf die Kacke hauen (The Hangover hats vorgemacht) und sich ordentlich daneben benehmen. Aber nein, das einzig Tolle, was ihnen einfällt ist, bei einer Wasserrutschbahn in der Schlange eine Abkürzung zu nehmen. Wahnsinnige Draufgänger und brutale Kindsköpfe!
Was mich am meisten aufregt ist aber die Tatsache, dass Herr Sandler mit dem filmischen Dünnpfiff sich eine weitere goldene Nase verdient. Und ich hab dazu noch beigetragen. Ich hol dann mal meine Peitsche und bestrafe mich selbst.




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Tags: Adam Sandler, Enttäuschung, Grown Ups, Kindsköpfe
