Gru ist böse, ein fieser Schuft, der nur Diebstahl und Leidwerk im Kopf hat. In seiner Branche gehört er seit jeher zu den ganz grossen Nummern, doch auch er wird von den jungen Wilden langsam aber sicher verdrängt. Spätestens seit dem Klau der Cheopspyramide durch den Schnösel Vector, der durch diese Aktion den Titel als «gerissenster Schurke der Welt» inne hat, sieht sich Gru gezwungen, in neue Sphären vorzustossen. Sein Clou: den Mond klauen! Als begeisterter Hobbyastronaut und mit dem nötigen Werkzeug (ein Schrumpfstrahl). Fehlt es also nur noch an den Finanzen, die Bank des Bösen will aber nur Kohle locker machen, wenn besagter Schrumpfstrahl in Gru’s Besitz ist. Dieser wird dann kurzerhand von Asiaten geklaut, fällt aber ausgerechnet dem schleimigen Vector in die Hände. Jetzt gilt es für Gru, sich die Wunderwaffe irgendwie wieder zu krallen, was angesichts der schwer bewachten Festung von Vector gar nicht so einfach ist. Da kommen ihm drei kleine Waisenmädchen, die mit Keksen von Haus zu Haus ziehen, gerade recht.
Den grössten Abzug gibts daher auch, weil der Film halt «nur ein Film» ist. Es gibt in diesem Genre viel Besseres, fairerweise aber auch viel Schlechteres. Obere Mittelklasse würd ich dem Despicable Me geben.
Eine Szene ist übrigens grandios: Als Gru in die Bank des Bösen eintritt, steht über der Tür «Former: Lehman Brothers». Solche Sachen hätte ich mir mehr gewünscht.




(2.5/5)
Tags: animation, gru, ich einfach unverbesserlich
