Juni 23, 2010 1

Breaking Bad

Von in Serien

Breaking Bad

Vorneweg was Kleines in eigener Sache: die Prüfungen sind tot, es lebe die Freizeit! Nein, ernsthaft: ich bin ja schon ein bisschen froh, ist die stressige Zeit nun vorbei. Und hey, was macht der gestandene Cineast bei solch imensem Zeitüberschuss? Richtig, er schaut Filme und Serien! Was gibt es besseres, als zwischen den WM-Spielen all das nachzuholen, was man die letzten Wochen verpasst hat?

Was ich schon lange präsentieren wollte, ist eine Serie, die sich zu meinem absoluten Favoriten gemausert hat… und dabei handelt es sich um nichts anderes als um Breaking Bad!

Ich würde behaupten, dass die Serie hierzulande nicht den Erfolg geniesst, wie es über dem grossen Teich der Fall ist. Völlig zu unrecht, wie ich finde.

Was würdet ihr tun, wenn eure Arztdiagnose auf ein baldiges Ableben deutet, ihr also nichts mehr zu verlieren habt, und alles dafür geben würdet, dass eure Familie die finanziellen Mittel nach eurem Tod hat, damit sie ein sorgenfreies Leben führen können? Wie weit würdet ihr gehen?

Genau diese Frage wird in Breaking Bad behandelt. Walter ist Chemielehrer an einer Grundschule (extrem genial gespielt von Bryan Cranston, bekannt als Hal aus Malcom in the Middle), hat unheilbaren Krebs im Endstadium und zu allem Unheil sieht es auf der Bank und im Portemonnaie ebenfalls nicht sehr rosig aus. Seine Frau und sein behinderter Sohn sind seine einzige Stütze, auch wenn es die Familie nicht leicht hat. Durch einen Zufall – sein Schwager arbeitet bei der Drogenfahndung – kommt er mit dem jungen Jesse, einem ehemaligen Schüler von ihm, in Kontakt. Jener Jesse unterhält sein Leben, indem er Crystal Meth herstellt und verkauft. Walter merkt schnell, dass sich mit der Droge sehr viel Geld machen lässt und er weiss, als Chemielehrer, natürlich auch, wie man hochwertiges Meth herstellt. Zusammen mit Jesse fängt er an, ins Business einzusteigen. Er ist der Fachmann fürs Chemische, Jesse kümmert sich um den Absatz.

Natürlich darf sein Umfeld nichts von den Machenschaften erfahren, wodurch ein äusserst kompliziertes Doppelleben in Walter entsteht, worunter vor allem seine Familie, der zuliebe er überhaupt mit dem Drogenhandel angefangen hat, leidet. Ein Teufelskreis entsteht, aus welchem es kein Zurück mehr gibt.

Soviel zur eigentlichen Geschichte. Ein gewagtes Thema, das aber sehr geschickt umgesetzt wird. Für Walter ist das Methkochen Mittel zum Zweck, Jesse hingegen kommt mit der Droge nicht immer klar. Das Zusammenprallen des verzweifelten Walters und des teilweise arg kaputten Jesses wird sehr mitreissend dargestellt. Sie müssen irgendwie zusammen klarkommen, das ist aber nicht so einfach, wie es scheint.

Die Serie hat lustige Stellen, klar, aber der Grundton ist ziemlich niederschlagend. Man gewinnt der Gesamtsituation um die Hauptdarsteller nichts Positives ab… die Aussichtslosigkeit, die Dramatik und die Verzweiflung lassen den Zuschauer richtiggehend mitfiebern. Interessant ist das vor allem bei den längeren «Durststrecken», wo eigentlich fast nichts passiert, man aber trotzdem immer voller Spannung auf die nächsten Geschehnisse wartet. Dazwischen krachts auch ab und zu relativ heftig, die Serie kennt da überhaupt kein Pardon!

Ich werde die Tage mit der dritten Staffel anfangen und bin gespannt, ob da noch eins draufgesetzt werden kann.

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ein Kommentar zu “Breaking Bad”

  1. eichruss sagt:

    Kleine Anmerkung am Rande: ich bin an der dritten Staffel dran. Ab Folge 5 nimmt die so richtig schön Fahrt auf. Bin aber trotzdem noch immer Fan der zweiten Staffel.

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