August 25, 2010 0

Bluteffekte leicht gemacht

Von in Cinemaniac, Off Topic

Für unser Filmprojekt steht auch eine Schussszene mit anschliessender Blutfontäne an. Naja, Fontäne ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber es soll schon spritzen, wenn die imaginären Kugeln auf den Körper auftreffen.

Ich habe lange recherchiert und geschaut, wie man das am besten machen könnte. Nun, die Sache nach Hollywoodart durchzuführen, wäre erstens ein wenig gefährlich (man arbeitet mit kleinen Sprengladungen) und auch relativ teuer (für vorgefertigte Blutpackungen, sogenannte Squibs, muss ziemlich tief in die Tasche gegriffen werden).

Letztendlich habe ich mich für zwei verschiedene «Independent-Varianten» entschieden, die ich hier mal genauer aufzeigen möchte. Im Grunde genommen ist das Ganze sehr simpel und vor allem auch kostengünstig. Mit 20 Franken ist man dabei…

Methode 1: Blutspritzer durch Druckluf

Folgendes braucht man dafür:

  1. Druckluftsprühbehälter (braucht man in der Regel für Pestizide und Ähnlich)
  2. PVC-Schlauch, mit 3 Metern ist man dabei. Vom Durchmesser her sollte der Schlauch auf den Sprühaufsatz des Druckluftbehälters passen
  3. Teppichklebband und/oder sonstiges Dichtungsmaterial
  4. feiner Schwamm

Man dichtet nun das eine Ende vom Schlauch ab und macht etwa 5cm unterhalb des Schlauchendes einen kleinen Einschnitt. Ich würde das Loch nicht all zu gross machen. Der Schlauch wird übrigens robuster, wenn man vor dem Schneiden die Sache mit Klebeband abdeckt. Wichtig ist einfach, dass die Sache Dicht ist…

Ins Loch steckt man nun kleine Fetzen vom Schwamm, damit auch dieses Dicht wird. Nun kann man den Schlauch mit Kunstblut füllen. Bei der Menge sollte man am besten ein wenig experimentieren.

den Schlauch klebt man nun an den Körper des Filmopfers, das Loch im Schlauch symbolisiert selbstverständlich die Schusswunde. Darüber trägt man die Kleidung, welche natürlich beim Loch entsprechend aufgeschnitten wurde (ein «X»-Schnitt ist zu empfehlen).

Jetzt nur noch ordentlich Druck im Sprühbehälter aufbauen und das lose Ende vom PVC-Schlauch anschliessen (gegebenenfalls festklammern). Wenn nun die Luft entladen wird, spritzt die rote Sauce durch das Loch. Voilà, eine astreine Schusswunde!

Methode 2: Kondom

Ihr braucht:

  1. Kondom
  2. Silch resp. starker, schwarzer Faden für beleuchtete Nachtaufnahmen
  3. rundes Metallstück mit Loch in der Mitte (Tipp: Jetons bei Zigarettenautomaten, Waschanlagen etc.)
  4. Sekundenkleber
  5. Klebband

Das Kondom füllt man als erstes mit der gewünschten Menge Blut, weniger ist in dem Fall mehr… rein vom Effekt, und verknotet das Ganze, damit möglichst wenig Luft in der «Blutkammer» übrigbleibt.

Nun bindet man den Silch oder den Faden um das Metallstück und zieht ihn durchs Loch in der Mitte. den ganzen Spass klebt man anschliessend mit dem Sekundenkleber richtig fest ans Kondom.

Das Kondom wird dann auf den Körper geklebt, das Metallstück zeigt in Richtung Schusswunde. Hier sollte darauf geachtet werden, dass mit dem Klebband das Kondom soweit festgemacht wird, dass ein ordentlicher Druck auf dem Gummi lastet. Der Rest funktioniert gleich wie bei der ersten Methode: Kleider präparieren und drüber anziehen… in dem Fall zieht man halt einfach noch den Silch durch das präparierte Loch im Shirt.

Wird nun ruckartig am Silch gezogen, reisst das Metallstück ein Loch ins Kondom, durch den Druck vom Klebband spritzt das Kunstblut aus der «Wunde», heureka!

Sobald ich Videomaterial von den beiden Methoden habe, werde ich diese natürlich zeigen. Bis dahin werde ich mich weiter schlau machen und weitere Tests durchführen.

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